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The yes men

Regie Chris Smith, Dan Ollman, Sarah Price
US 2004 – 82 Minuten
Berlin 2004 - Panorama
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Marseilles - Planète Prize
THE YES MEN sind die Spassguerilla im World Wide Web: Hochstapler im Dienste der Aufklärung. Nicht nur auf ihrer Website http://gatt.org parodieren sie die Welthandelsorganisation WTO. Um auf Misstände hinzuweisen, die die wirtschaftliche Globalisierung nach sich zieht, geben die Yes Men auch gefälschte Pressemitteilungen und Stellungnahmen im Namen der WTO heraus. Gelegentlich treten ihre Mitglieder auf Tagungen als vermeintliche WTO-Vertreter auf, wo sie subversive Absurditäten verkünden – zum Beispiel die Selbstauflösung der Welthandelsorganisation. Einer, der dies glaubhaft fand, war der kanadische Parlamentsabgeordnete John Duncan. Im Verlauf einer erregten Plenarsitzung wollte er von seiner Regierung wissen, „welche Auswirkungen dies auf unsere Positionen in Hinblick auf Holz, Landwirtschaft und andere Streitfragen der internationalen Handelspolitik haben wird“. Rund dreihundert Mitverschwörer besitzen die Yes Men weltweit. Der Film blickt auf die Anfänge ihres globalen Engagements zurück und rekapituliert einige ihrer spektakulärsten Aktionen. Dazu gehören die als „Lösung des Welthungerproblems“ verbreitete Empfehlung, die Dritte Welt möge sich doch bitte von übrig gebliebenen Hamburger aus den Industrienationen ernähren, oder die Präsentation eines Management-Freizeitanzugs, der es seinen Trägern möglich macht, säumigen Arbeitskräften in Drittweltländern ferngelenkte Elektroschocks zu verabreichen.
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