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Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen

Regie Hajo Schomerus
DE, CH 2010 – 89 Minuten
Orthodoxe, Katholiken, ägyptische Kopten und Christen aus Syrien, Armenien und Äthiopien glauben in der Grabeskirche unter einem Dach. Jede der Konfessionen nennt einen bestimmten Platz in der Kirche ihr Eigen und verteidigt dieses eifersüchtig gegen Eindringlinge: Diese Kerze da zünden die Orthodoxen an, hier bestimmen die Katholiken und dort unter dem Dachboden leben die ägyptischen Christen, weil sie vor einigen hundert Jahren keine Steuern gezahlt haben. Ein streng geregelter Status Quo weist den Konfessionen ihre Gebetszeiten zu und legt fest, wann die verschiedenen Parteien vor Jesu Grab treten dürfen. Durch ständige Feiertage verschieben sich diese Vorrechte immer wieder und so braucht der fachkundige Christ in der unfreiwilligen Wohngemeinschaft schon einen Stundenplan, um nicht den Überblick zu verlieren. Sogar einen Putzplan gibt es – und wehe, wenn der nicht eingehalten wird…
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