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Lissabonner Requiem

Regie Alain Tanner
Mit Francis Frappat, Carlos Rodrigues, Paulo Pina
CH 1998 – 99 Minuten
Der letzte Julisonntag. Paul, der Erzähler, hat ein Rendez-vous mit einem geheimnisvollen Gast, dem grossen portugiesischen Schriftsteller Fernando Pessoa. Als er am Mittag in der gleissenden Hitze Lissabons ankommt, realisiert er jedoch bald, dass Phantome nie vor Mitternacht auftauchen. Zwischen Mittag und Mitternacht, auf seinem Spaziergang durch die Strassen von Lissabon, trifft Paul Menschen, die heute in Lissabon leben: den Patron eines Restaurants, eine Bordellbesitzerin, einen Clochard, einen Friedhofswärter, einen Taxifahrer, eine alte Zigeunerin und viele andere mehr. Alle sind fest verankert in einer Lissabonner Kultur, die langsam am verschwinden ist. Gleichzeitig erscheinen ihm tote Seelen, die sich jedoch durch nichts von den Lebenden unterscheiden. Es sind Menschen, die Paul nach zehn oder mehr Jahren zum ersten Mal wiedersieht: seinen Freund Pierre, seinen Vater, und Isabelle, seine und Pierres Geliebte. Lebende und Tote begegnen sich. Die Zeiten verschmelzen ineinander.
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